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Fünf Jahre GGL: Bilanz einer Behörde im Wandel des Glücksspielmarkts

Devon Schmitz · Sep 27, 2026

Fünf Jahre GGL: Bilanz einer Behörde im Wandel des Glücksspielmarkts

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder feiert ihr fünfjähriges Bestehen mit einer Veranstaltung in Halle

Am oder um den 23. September 2026 herum blickte die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in Halle auf fünf Jahre ihrer Tätigkeit zurück und präsentierte eine umfassende Bilanz ihrer Aufsichtstätigkeit, während zugleich der Blick auf kommende Herausforderungen gerichtet wurde. Die Behörde berichtete von 129 beaufsichtigten lizenzierten Betreibern und von 1843 illegalen Seiten, die bis Ende 2025 für Nutzer in Deutschland unzugänglich gemacht worden waren, wobei etwa 77 Prozent des Online-Glücksspielmarktes in den regulierten Bereich kanalisiert wurden. Experten beobachteten, dass diese Zahlen auf eine stetige Stärkung der Aufsichtsmechanismen hindeuten, und die GGL nutzte die Gelegenheit, um auf die Notwendigkeit größerer Flexibilität bei den Länderregelungen hinzuweisen.

Die Entwicklung der Aufsichtsstruktur seit der Gründung

Seit ihrer Einrichtung hat die GGL schrittweise ein Netzwerk von Kontrollinstrumenten aufgebaut, das es ermöglicht, sowohl lizenzierte als auch unzulässige Angebote systematisch zu erfassen, und diese Arbeit spiegelt sich in den aktuellen Statistiken wider, die während der Veranstaltung vorgestellt wurden. Beobachter notieren, dass die Zahl der betreuten Betreiber kontinuierlich gewachsen ist, während gleichzeitig Maßnahmen gegen illegale Plattformen intensiviert wurden, sodass bis Ende 2025 bereits 1843 Seiten blockiert werden konnten. Die Kanalisierungsquote von rund 77 Prozent zeigt, dass ein Großteil der Nachfrage mittlerweile über lizenzierte Anbieter abgedeckt wird, und dies stellt einen messbaren Fortschritt gegenüber früheren Jahren dar.

Verstärkte Durchsetzung von Verbotsverfahren im Jahr 2025

Im Jahr 2025 ergingen 287 Verbotsverfügungen, eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren, und diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Durchsetzungskraft der Behörde gegenüber nicht lizenzierten Anbietern. Daten der GGL belegen, dass die Kombination aus technischen Sperren und rechtlichen Schritten dazu beigetragen hat, illegale Angebote vom deutschen Markt fernzuhalten, und gleichzeitig die Attraktivität des regulierten Sektors zu erhöhen. Jene, die sich mit der Entwicklung des Marktes befassen, erkennen, dass solche Maßnahmen nicht nur kurzfristige Effekte erzielen, sondern auch langfristig das Vertrauen in lizenzierte Plattformen stärken.

Statistiken und Erfolge der GGL bei der Bekämpfung illegaler Glücksspielangebote

Forderung nach mehr Flexibilität vor der Evaluierung des GlüStV 2021

Die GGL rief die Länder dazu auf, bei der Anpassung von Regelwerken größere Flexibilität und schnellere Reaktionsfähigkeit gegenüber technologischen und marktspezifischen Veränderungen zu zeigen, und diese Bitte steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der laufenden Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Ein zusammenfassender Bericht zu dieser Evaluierung wird bis zum 31. Dezember 2026 erwartet, und die Behörde betonte, dass starre Vorgaben den Schutz der Spieler sowie die Wettbewerbsfähigkeit lizenzierter Anbieter beeinträchtigen könnten. Forscher, die den Regulierungsprozess verfolgen, stellen fest, dass Anpassungen notwendig sind, um mit neuen Spielformen und Vertriebskanälen Schritt halten zu können, während gleichzeitig die Ziele des Vertrags gewahrt bleiben.

Statistische Eckdaten und ihre Bedeutung für den Markt

Die vorgestellten Zahlen verdeutlichen, dass die Aufsicht über 129 lizenzierte Betreiber eine solide Basis für den regulierten Sektor geschaffen hat, und die Blockade von 1843 illegalen Seiten hat spürbare Auswirkungen auf die Verfügbarkeit unzulässiger Angebote. Gleichzeitig zeigt die Kanalisierungsrate von etwa 77 Prozent, dass der Übergang in den legalen Bereich für viele Nutzer bereits vollzogen ist, und dies wirkt sich positiv auf die Steuererträge sowie auf den Verbraucherschutz aus. Die 287 Verbotsverfahren im Jahr 2025 belegen zudem, dass die Behörde ihre Durchsetzungsinstrumente weiter geschärft hat und gezielt gegen wiederkehrende Verstöße vorgeht.

Ausblick auf die kommenden Monate bis zur Berichterstattung

Bis zum Abschluss des Evaluierungsberichts Ende Dezember 2026 wird die GGL ihre Aktivitäten fortsetzen und dabei insbesondere auf eine engere Abstimmung mit den Ländern setzen, damit Regeländerungen zeitnah umgesetzt werden können. Die Veranstaltung in Halle diente nicht nur der Rückschau, sondern auch der Vorbereitung auf diese nächste Phase, in der technologische Entwicklungen und neue Marktteilnehmer stärker berücksichtigt werden sollen. Behördenvertreter hoben hervor, dass die bisherigen Erfolge eine gute Grundlage bilden, um den Regulierungsrahmen weiterzuentwickeln und gleichzeitig illegale Angebote konsequent einzudämmen.

Schlussfolgerung

Die fünfjährige Bilanz der GGL zeigt eine Behörde, die ihre Aufgabenbereiche kontinuierlich ausgebaut und messbare Fortschritte bei der Kanalisierung sowie der Bekämpfung illegaler Angebote erzielt hat, und die Forderung nach flexibleren Regelungsmechanismen richtet sich direkt an die Länder, die über die zukünftige Ausgestaltung des Glücksspielrechts entscheiden. Mit dem bevorstehenden Evaluierungsbericht wird sich zeigen, inwieweit diese Anpassungen umgesetzt werden, während die laufende Arbeit der GGL weiterhin auf die Aufrechterhaltung eines sicheren und regulierten Marktes ausgerichtet bleibt. Weitere Informationen zu den aktuellen Statistiken und Maßnahmen finden sich auf der offiziellen Seite der GGL.